EDGE Netz

Bei Edge handelt es sich um eine Technologie, mit der sich bestehende Mobilfunk-Netzwerke durch ein Software-Upgrade beschleunigen lassen. Edge ist eigentlich eine Abkürzung und steht für „Enhanced Data Rates for GSM-Evolution“. Bevor Edge aufkam,  wurde das bestehende GSM-Netz, kurz für „Global System for Mobile Communications“, bereits einmal mit GPRS aufgerüstet. Mit Hilfe dieser Technologie konnten Daten nun paketvermittelt übertragen werden, was die Übertragung beschleunigte. Dennoch erzielte GPRS nur eine theoretisch maximale Datenübertragungsrate von 171,2 Kilobit pro Sekunde, die praktisch aber nicht erreicht wurde. Tatsächlich übertrug GPRS Daten nicht schneller als mit 60 Kilobit pro Sekunde, was von den heute gewünschten Geschwindigkeiten weit entfernt ist. Edge baut auf der Technik von GPRS auf, verwendet aber ein verbessertes Modulationsverfahren, wodurch Daten schneller übertragen werden können und Kanäle von mehreren Nutzern gleichzeitig verwendet werden können. Mit Edge werden Daten im Downlink mit maximal 220 Kilobit pro Sekunde und im Uplink mit etwa 110 Kilobit pro Sekunde übertragen. Damit erfolgt der Datentransfer bis zu vier mal schneller als mit GPRS. Durch Edge lässt sich das GSM-Netz sehr einfach verbessern. Dank seiner hohen Kompatibilität mit bestehenden Technologien und Netzen müssen die Basisstationen in GSM-Netzwerken nur aktualisiert werden. Für UMTS-Netze sind dagegen neue UMTS-fähige Basisstationen nötig. Die Aufrüstung bestehender Netze kommt den Netzbetreibern entgegen, da der Aufbau eines komplett neuen Netzes sehr teuer ist. Daher haben einige Netzbetreiber bis heute keine eigenen, schnelleren UMTS-Netze aufgebaut. Angeboten wird Edge unter anderem von Nokia Siemens Networks, Nortel und Ericsson.

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